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Vorbereitungen des Ostseebodens für Deutschlands größte Floating-PV-Anlage haben begonnen

21. 12. 2021

Zur Baugrundvergütung kommt Verfahren der Rütteldruckverdichtung zum Einsatz

Die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung einer bis zu 18 Hektar großen schwimmenden PV-Anlage auf dem künftig 1.900 Hektar großen Cottbuser Ostsee haben begonnen. Das Energieunternehmen LEAG vergütet derzeit mittels Rütteldruckverdichtung den gekippten Untergrund im ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord. Damit geht das Energieunternehmen in Vorleistung, um die ersten Arbeiten für die noch durch die Stadt Cottbus zu genehmigende Anlage „im Trockenen“ vornehmen zu können. LEAG und der Projektentwickler EP New Energies (EPNE) planen einen innovativen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Lausitz und damit zur Energiewende zu leisten. Die 21-MW-Anlage wäre das bislang größte in Deutschland realisierte Floating-PV-Projekt.

„Anders als bei Anlagen, die auf Wasserflächen installiert werden, mussten wir für unsere Floating-PV-Anlage zunächst eine technische Lösung für die Installation entwickeln, die das Aufschwimmen ermöglicht, ohne, dass die Anlage dabei ihre Lage verändert. Gemeinsam mit Partnern haben wir ein System auf Basis von Dalben erarbeitet, mit dem das gewünschte Aufschwimmen an Ort und Stelle im künftigen Ostsee möglich wird,“ so die Leiterin Geotechnik bei LEAG, Franziska Uhlig-May. Dabei werde die Anlage um in den Untergrund gerammte Rohre, sogenannte Dalben mit einem Durchmesser von etwa 30 bis 40 Zentimetern, errichtet. Bevor die Dalben in den Untergrund gerammt werden können, muss der gekippte Untergrund in Tiefen von bis zu 30 Metern aufwendig vergütet werden.

„Für die Vergütung des gekippten Bodens kommt wieder das bewährte Verfahren der Rütteldruckverdichtung zum Einsatz, mit dem wir bereits die Ufer der zwei Naturschutz-Inseln und die gekippten Uferbereiche im künftigen Cottbuser Ostsee verdichtet haben. Unsere Tochterfirma GMB steht hierzu mit ihrer Technik und ihrem Knowhow an unserer Seite,“ erklärt Uhlig-May. Für die Rütteldruckverdichtung setzt die GMB den Raupenseilkran LR 1300 mit einem Einsatzgewicht von rund 290 Tonnen und einer 35 Meter langen Lanze mit Rüttler ein. Insbesondere im Bereich der zukünftigen 34 Ankerpunkte als Standorte für die Dalben ist ein auf zwei Meter verdichtetes Rüttelraster vorgesehen.

Neben den Ankerpunkten erfolgen Verdichtungsmaßnahmen außerdem für einen Sicherungsstützkörper, der die geplante Anlage von einem Bewegen in Tieflagen schützen soll sowie für einen Zufahrtsweg, der während der Montage der Anlage genutzt werden wird. In Summe ergeben sich für dieses Projekt rund 40.000 laufende Meter die mittels Rütteldruckverdichtung bearbeitet werden. Das Rütteldruckverdichtungs-Gerät wurde in den letzten Wochen mit mehreren Tieflader-Transporten von seinem vorherigen Einsatzort in Greifenhain angeliefert und an einem Montageplatz am Rande des Cottbuser Ostsees für seinen Einsatz gerüstet. Ende März 2022 sollen die Arbeiten zur Rütteldruckverdichtung abgeschlossen werden.

Die Planung und Steuerung des Gesamtprojektes der schwimmenden Solaranlage erfolgt durch die EPNE mit Unterstützung der LEAG-Fachbereiche. Sie koordiniert dabei die gesamte Wertschöpfungskette von technischer Auslegung, Genehmigungsplanung und Errichtung der Photovoltaik-Anlage bis zur betriebsbereiten Übergabe an die LEAG.

„Floating-PV-Anlagen fristen in Deutschland derzeit noch ein Nischendasein. Das wollen wir mit dieser Anlage ändern. Künstliche Standgewässer, wie z.B. die Braunkohletagebauseen, sind aus gewässerökologischer und sozio-ökonomischer Sicht konfliktarm und bieten viel Potenzial für den Ausbau von Floating-PV. Diese Technologie wird zu einer weiteren Säule der Energiewende”, so Dr. Ralf Schwarz, Leiter der Projektenwicklung bei EPNE. „Das Floating-PV-Potenzial, das sich ganz wesentlich hier in der Lausitz befindet, kann mit der Technik der LEAG und der GMB erschlossen werden”.

 

Weitere Information finden Sie auf www.epne.de oder www.leag.de

Ihre Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen:

 

Margarita Schulz, EPNE, HR & Communications Manager

Telefon 030 767584572, margarita.schulz@epne.de

Kathi Gerstner, LEAG, Pressesprecherin,

Telefon 0355 2887 3010, kathi.gerstner@leag.de