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Landwirte und LEAG vereinbaren gemeinsame Flächennutzung für PV-Energiepark Bohrau

28. 7. 2021

Projekt-Kooperation bietet zusätzliches Standbein für Lausitzer Landwirte

Einen Vertrag über die Nutzungsrechte von Bergbaufolgeflächen im Tagebau Jänschwalde für die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen haben heute die Landwirtschaftsbetriebe Bauern AG Neißetal und die Agrargenossenschaft eG Heinersbrück mit der Lausitz Energie Bergbau AG auf Gut Neu Sacro bei Forst abgeschlossen. Damit gestatten sie der LEAG, die ehemals bergbaulich genutzte und anschließend in Verantwortung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) für die landwirtschaftliche Nutzung rekultivierte Fläche für den Aufbau und den Betrieb des geplanten Energieparks Bohrau zu nutzen. Neben der energetischen Nutzung sollen die Flächen später auch weiter landwirtschaftlich genutzt werden können. Eine gesonderte Vereinbarung trifft das Energie-Unternehmen zudem mit der Agrargenossenschaft Forst eG, die als Pächter auf Bergbaufolgeflächen der LEAG tätig ist, welche ebenfalls für den Energiepark genutzt werden sollen.

Zufrieden über den wichtigen Etappenschritt zur Realisierung des 400-MWp-Energieparks Bohrau äußerte sich im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung Andreas Huck, LEAG-Vorstand für neue Geschäftsfelder: „Mit der heute erfolgten Vertragsunterzeichnung können wir gemeinsam mit unserem Projektentwickler EP New Energies bei diesem großen Erneuerbare-Energien-Projekt, das eine Vielzahl an Chancen für die Strukturentwicklung in der Lausitz bietet, die nächsten Planungsetappen angehen. Vor allem bedeutet die Projekt-Kooperation ein zusätzliches Standbein für die Landwirte in der Region durch gesicherte Pachteinnahmen und eine extensive Bewirtschaftung der Fläche.“ Gleichzeitig leiste das Projekt einen Beitrag zur Diversifizierung der Tätigkeitsfelder der Landwirtschaftsbetriebe, so Huck.

EPNE-Projektleiter André Fuchs sieht in der Entwicklung des Energieparks Bohrau einen Beitrag, die Tradition der Lausitz als Energieregion fortzusetzen und zukunftssicher zu machen. „An dem Standort des Energieparks Bohrau planen wir, bereits vorhandene Infrastruktur und Kompetenzen sinnvoll zu nutzen und Synergien zu schaffen. Die Agrargenossenschaften sind dabei wesentliche Partner. Insbesondere angesichts steigender Risiken durch Extremwetterereignisse und volatiler Handelspreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse bilden die Einnahmen aus der PV-Nutzung eine langfristige Grundlage, mit denen die Betriebe auch in Zukunft sicher agieren können.“

Bernd Starick, Geschäftsführer der Bauern AG Neißetal, bekräftigt ebenfalls die Notwendigkeit, auf mehrere möglichst stabile Einnahmequellen in der Landwirtschaft zu setzen. „Unser Fokus als Landwirtschaftsbetrieb bleibt natürlich auf dem Anbau von Nahrungs- und Futtermittel sowie auf der Tierzucht. In Anbetracht der immer wieder auftretenden Risiken in unserer Branche sehen wir in der Beteiligung an den Erlösen der Solarstrom-Vermarktung und der Pflege und Bewirtschaftung von für Photovoltaik genutzten Flächen eine Möglichkeit, unsere Betriebe zukunftssicher aufzustellen.“

Der Bau für den Energiepark Bohrau soll im Jahr 2023 beginnen. 2024 soll die Anlage in Betrieb gehen.

 

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Thoralf Schirmer, LEAG, Pressesprecher,

Telefon 0355 2887 3067, thoralf.schirmer@leag.de

 

Margarita Schulz, EPNE, HR & Communications Manager

Telefon 030 767584572, margarita.schulz@epne.de