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EPNE und LEAG entwickeln 200 MW „Solarpark Dissen“ nach einstimmigem Aufstellungsbeschluss der Gemeinde

4. 3. 2022

Nutzung gemeinsam mit Landwirten / Arten- und Landschaftsschutzkonzept maßgeschneidert

 

Gemeinsam mit ihrem Projektentwickler EP New Energies GmbH (EPNE) wird die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) in der Gemeinde Dissen-Striesow einen Solarpark mit einer Spitzenleistung von etwa 200 MWp errichten. Dem hat die Gemeindevertretung in dieser Woche erneut mit einem einstimmigen Votum zugestimmt, nachdem bereits im Januar der Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Dissen“ ihr Votum bekommen hatte.

Die für den PV-Park vorgesehene Entwicklungsfläche von etwa 200 Hektar gehört zur Aueroxenreservat Spreeaue GmbH, mit der LEAG und EPNE bei der Projektentwicklung und später bei der Flächenbewirtschaftung eng zusammenarbeiten werden. Mit dem Projekt von einem in dieser Art bislang einzigartigen „Grünen Solarpark nach Maß“, der in eine Vielfalt von Grünbereichen eingebettet wird, wollen die Betreiber von Beginn an ein ausgeglichenes Verhältnis von Energiegewinnung, Natur und Anwohnerinteressen berücksichtigen. Der Solarpark wird durch Sichtschutzpflanzungen geschickt kaschiert und dient zudem dem Erhalt der regionalen Biodiversität.

„Wir nehmen in unseren Projekten alle Belange ernst. Die der Anwohner, durch bedarfsorientierte Landschaftsarchitektur, die der Umwelt durch eine ökologische Aufwertung der Fläche, die der betroffenen Landwirte und Flächeneigentümer durch eine frühzeitige Einbindung in das Projekt und nicht zuletzt profitieren natürlich die Gemeinde und alle Beteiligten von einem wirtschaftlichen Projekt“, kommentiert Dominique Guillou, Geschäftsführer der EPNE.

Konkret sind im nördlichen Bereich der Anlage eine dichte Pflanzung mit immergrünen Bestandteilen als Sichtschutz in Richtung der gemeindlichen Bebauung geplant. Im Südwesten des Parks, wo es einen unmittelbar benachbarten Bereich mit Wochenendgrundstücken gibt, soll unter Berücksichtigung eines angemessenen Abstands eine weitere Sichtschutzpflanzung entstehen.  Hinzu kommen weitere Sichtschutzpflanzungen entlang der Allee der durch den Solarpark führenden Landesstraße (L 511). Zur ökologischen Aufwertung werden Streuobstwiesen, Nistkästen, Wildwechselkorridore und eine Vielfalt an Blühstreifen, für die heimisches Saatgut verwendet wird, in den PV-Park eingebettet.

Die aktuellen Planungen sehen einen lichten Reihenabstand von fünf Metern zwischen den Modultischen vor, um artenschutzrechtlichen Belangen Rechnung zu tragen und eine Bewirtschaftung der Flächen zwischen den Modulen zu ermöglichen.

„Wir freuen uns, dass wir die Gemeinde mit unserem Konzept von einem grünen, naturnahen und Ressourcen schonenden PV-Park überzeugen konnten und wir gemeinsam einen Beitrag zum Erfolg der Energiewende in Deutschland leisten können“, sagt Andreas Huck, Vorstand für das Ressort Neue Geschäftsfelder bei der LEAG. „Hier in Dissen-Striesow wollen und werden wir ein weiteres Mal in der Lausitz beweisen, dass erneuerbare Stromerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung durch eine gute Planung und enge Zusammenarbeit auf einer Fläche möglich sind und darüber hinaus für uns alle ein Gewinn an Naturraum und Artenvielfalt entstehen kann.“

Auch der Bürgermeister von Dissen-Striesow, Fred Kaiser, zeigt sich zufrieden mit der Weichenstellung durch die Gemeindevertreter: „Es ist einfach ein gutes Gefühl. Mit „Grünem Strom aus Dissen“ helfen wir auch, den Industriestandort Jänschwalde zu sichern und somit Arbeitsplätze in unserer Region zu erhalten.“

Gregor Louis von der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH sieht in dem Projekt zudem einen Gewinn für die mehr als 90 privaten Eigentümer des Agrar-Unternehmens: „Der PV-Park wird vor dem Hintergrund der aktuellen agrarpolitischen Rahmenbedingungen nachhaltig zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolges der Aueroxenreservat Spreeaue GmbH beitragen, da die Flächen des Parkes in einer rein landwirtschaftlichen Nutzung keinen positiven Beitrag am Gesamtbetriebsergebnis liefern.“

Baubeginn für den PV-Park Dissen könnte nach Angaben von EPNE voraussichtlich Ende 2024 sein, eine Inbetriebnahme 2025. Jährlich kann er etwa 200.000 MWh in das Stromnetz einspeisen. Damit wird er Teil des virtuellen Kraftwerksverbunds, in dem das LEAG-Tochterunternehmen energy cubes GmbH die Betriebsführung und Stromvermarktung für unterschiedliche Stromerzeugungsanlagen im Bereich der Erneuerbaren sowie für Speicher, Elektrolyseure und andere Energieanlagen betreibt.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

 

Thoralf Schirmer, LEAG, Pressesprecher Büro Cottbus,

Telefon 0355 2887 3067, thoralf.schirmer@leag.de

 

Kathi Gerstner, LEAG, Pressesprecherin,

Telefon 0355 2887 3010, kathi.gerstner@leag.de

 

Margarita Schulz, EPNE, HR & Communications Manager

Telefon 030 767584572, margarita.schulz@epne.de